Nomadic Library and Home, pieces from my 2012 Nomadic Village residency, are showing in this exhibtion in Vienna until the 8th June:

Eröffnung: Montag, 13. Mai um 19.00 Uhr

Einführende Worte: Philipp Levar

Ausstellungsdauer: 14. Mai – 8. Juni 2013

Kooperationspartner: ZDB Gallery, Lissabon

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Künstler der Ausstellung:
PATRÍCIA ALMEIDA (PT), MICHAEL HÖPFNER (AT), ROBERT F. HAMMERSTIEL (AT), KLAUS MÄHRING (AT), TIM SHARP (GB/AT)

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Ausschweifende Mobilität ist – neben exzessiver Kommunikation – eines der bestimmenden globalen Phänomene am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die FOTOGALERIE WIEN zeigt in ihrem diesjährigen Schwerpunkt künstlerische Arbeiten, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln den mannigfaltigen Aspekten dieses Themas widmen. Dabei umfasst die dreiteilige Ausstellungsserie Positionen zu den ineinander verwobenen Feldern der freiwilligen Reisen, der Grenzen und Grenzgebiete sowie der volatilen Kapital- und Informationsflüsse mit ihren physischen Konsequenzen für viele. Jeden Teil dieser Trilogie entwickelt das kuratorische Team in einem offenen Prozess gemeinsam mit den KünstlerInnen und begibt sich damit selbst auf eine Reise mit oftmals überraschenden Entdeckungen; in ihrem dialogischen Zusammenspiel machen die verschiedenen Arbeiten immer wieder neue Momente sichtbar und ermöglichen es, die Vielschichtigkeit des Themas Mobilität aufzuzeigen. Sich diesem gerade in und durch das Medium Bild zu nähern, kann auch als eine Referenz an ein wesentliches Merkmal der Globalisierung gelesen werden – zählen doch gerade Bilder zu deren mobilsten Einheiten, die sich längst schon über alle Grenzen hinweggesetzt haben.

Die erste Ausstellung in dieser Reihe, REISEN, widmet sich verschiedenen Arten der freiwilligen Bewegung, den treibenden Sehnsüchten, an andere Orte zu gelangen, und den Settings, die dabei vorgefunden oder auch selbst erschaffen werden. Die FOTOGALERIE WIEN hat dazu fünf KünstlerInnen eingeladen, die sich mit den Themenfeldern Massentourismus, Künstlerreisen und virtuelle Reisen beschäftigen. „On the move“ zu sein heißt im ersten Fall zumeist, sich in entfernte Gefilde zu begeben, ohne tatsächlich dort zu sein, sondern lieber abgekapselt vom lokalen Geschehen, gehüllt in den Kokon eigens eingerichteter Ressorts oder Abenteuerurlaub-Strategien. Unter einem anderen Stern stehen Künstlerreisen, die den zweiten Schwerpunkt dieser Schau bilden. Diese sind oftmals von der Neugier auf das Fremde geprägt und von dem Wunsch, das tatsächlich Andere zu erfahren, und dieses auch im Schaffen ästhetisch zu reflektieren. Ein weiterer Aspekt sind Ausflüge in den Cyberspace, bei denen mittels Tastatur und Maus die Imagination aus dem gewohnten Umfeld entlassen wird und dabei jedoch immer wieder auf vorgefertigte Verhaltensmuster trifft.

Text: Petra Noll und Philipp Levar